Whiplash
bedeutet in etwa Schleudertrauma. Durchgeschleudert wird der Jungspund Andrew
(Miles Teller). Er will der beste Jazz-Drummer der Welt werden. An einem
renommierten Musik-Konservatorium trifft er auf den gnadenlosen Schleifer Terrence
Fletcher. Einer der über Leichen geht. Hart, forderend und repetiv. Dieser wird
gespielt von J.K. Simmons, der dafür gerade einen Oscar für die beste
Nebenrolle abholen konnte. Andrew gibt Leben und Liebe für den Traum auf. Kämpft wie ein Boxer für sein Ziel. Unzählige
Fluchwörter und Ausraster später stehen sich die beiden im musikalischen „High
Noon“ gegenüber. Whiplash ist ein packendes Drama mit einem ungeschminkten
Blick auf die Realitäten des Musikerdaseins. Schön, das der Film im Genre „Jazz“
gehalten wird und nicht auf Pop abklatscht. Schön auch, dass die flankierende
Liebesromanze nicht unnötig ausgedehnt wird. Beides wäre kommerziell gesehen,
vermutlich noch erfolgsversprechender gewesen. Daumen hoch.
Donnerstag, 26. Februar 2015
Dienstag, 24. Februar 2015
Nachtclub Nummer Eins
Das Studio 54
in New York setzte Massstäbe. Ein Symbol für die wilden Siebziger. Disco-Hymnen,
Drogenkonsum und Sex. Die High Society amüsierte sich zusammen mit der Coiffeuse
und dem Hot Dog-Verkäufer von der Ecke. Jeder war ein Star im Club. Arm,
reich, schwul oder hetero? Egal war’s. Hautpsächlich musste man eines sein:
Originell. Dann ging es am strengen Türsteher vorbei. Dieser sorgte mit „Le
Freak“ von Chic gar noch für einen Welt-Hit. Eine Tanzfläche für 500 Personen
und das damals beste Soundsystem. Eine Etage höher war der berüchtigte „Rubber
Room“. Mit Gummiwänden, die man abwaschen konnte. Der Fotograf Tod Papageorge
ist ein Zeuge von damals und präsentiert hier einige Eindrücke in Audio-Buch
Form. Grosse Zeitgeschichte.
Montag, 23. Februar 2015
Samstag, 21. Februar 2015
Kann es sein, dass...
- Lumbersexualität die Fortführung des Hipstertums ist?
- im Büro nun alle Raucher an diesen E-Zigaretten ziehen?
- die niedrigen Preise von Textildiscountern offensichtlich immer mit schlechten Arbeitsbedingungen in den Herstellerländern assoziiert werden?
- der Maler Hans Erni bereits 106 Jahre alt ist?
- Globi, der einst als Werbegag von Globus entstanden ist, seiner Rolle längst entwachsen ist und als Buchheld 80 Jahre alt wird?
- die Credit Suisse finanziell an Spotify beteiligt ist?
- Rihannon Giddens der nächste US-Superstar wird?
- ein möglicher iCar von Apple ein Vermächtnis von Steve Jobs ist?
- der Indie Pop-Held Father John Misty die besten Sprüche auf Twitter hat?
- du mit der App "Skate Lines" so skaten kannst, wie du früher immer wolltest?
Freitag, 20. Februar 2015
RB Buch
Baut der
Getränke-Hersteller Red Bull sein Imperium weiter aus? Der umtriebige Dieter
Mateschitz will im Medienbereich offensichtlich weiter wachsen. Bis dato gab es
beim Red Bull Media House vorallem Zeitschriften und TV-Produktionen. Als
nächster Schritt wird unter dem Namen Benevento Publishing ein Verlag entstehen,
der Sachbücher und Belletristik vertreiben
soll. Dafür wurde mit Birgit Schmitz eine Fachperson engagiert. Die 43-jährige
hatte vorher unter anderem die verlegerische Leitung beim Berlin Verlag inne. Sie
hat gute Kenntnisse der anglo-amerikanischen Szene und kann als eine Art Jürgen
Klinsmann des Buchgeschäfts betitelt werden.
Fussballfans können sich etwas darunter vorstellen, wenn Red Bull ein Projekt in Angriff nimmt.
Für RB Leipzig (RB steht hier übrigens für RasenBallsport) steht ein Businessplan der vorsieht, dass sich der Verein bis 2017 in der ersten Bundesliga etabliert hat. Los ging es in der Oberliga Nordost über die Regionalliga in die Bundesliga. Derzeit dümpeln sie zwar noch etwas in der zweiten Bundesliga rum (ein neuer Trainer musste nun her) haben aber bereits einiges geleistet. Philosophie ist es, ähnlich wie bei Red Bull Salzburg, mit jungen Spielern bis 25 Jahren zu gehen. Mit Nachhaltigkeit Spieler entwickeln. Dafür wurde für rund 35 Millionen Euro eine Nachwuchs-Academy aufgebaut. 92000 Quadratmeter und viele vollamtliche Trainer und Betreuer. Das toppt locker die Verhältnisse einiger Bundesliga-Topclubs. Was auch dazugehört: Regelmässige Anfeindungen bei Auswärts-Spielen. Nüchtern betrachtet würde wohl ein Wolfsburg (VW) oder ein Leverkusen (Bayer) ohne Unterstützung ihrer Konzerne auch nicht derart erfolgreichen Fussball praktizieren können, wie sie es derzeit eben tun. Der Fussball wurde hier zur Bühne für das Produkt Red Bull. Verleiht Red Bull nun auch den Büchern Flügel?
Twin Peaks trifft auf Bruce Springsteen
In Montreal
geboren und nun in New York zuhause ist der Singer-Songwriter Jesse Marchant. Früher
unter dem Pseudonym „JBM“ unterwegs war er bereits mehrfach auf Tour mit Rogue
Wave oder Sondre Lerche. Im hier vorliegenden Stück Musik namens „Adrift“ gibt’s
haufenweise Hypnose und Melancholie. Optisch hervorragend umgesetzt im Stile eines
Roadmovies. Tolles Gesamtpaket. Mit dem Resultat von erstaunlich wenigen Klicks
bei Youtube. Musikbusiness, du harter Hund.
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