Mittwoch, 23. September 2015

"Musik muss mich berühren, auf welche Weise auch immer"


Die Zürcher Band me.man.machine. veröffentlicht am 25. September ihr neues Album „Plastic Faith“. Die Band-Mitglieder, einst aus unterschiedlichen musikalischen Ecken zusammengekommen, haben damit ein atmospärisches und vielschichtiges Werk geschaffen. Nach ihrem Debüt-Album Reviver (2012) ist ihre Musik weiter gewachsen und das Songwriting noch ausgefeilter. Das Gepür für Melodien als Schlüssel. Der neue Longplayer ist mal wuchtig und laut, mal wehmütig und sanft. Die Drums, die Gitarre und der Bass versprühen Kraft. Die Keys gleiten sanft durch die Songs. Front-Mann Roli Häusler (im Bild ganz rechts)  rundet mit seiner charimatischen Stimme das Gesamtpaket ideal ab. Alles ist vorhanden: Gefühlvolle Harmonien und abwechslungsreiche Gesangslinien. Zeit für ein Gespräch.


Das neue Album von euch liegt auf dem Tisch und wird am Freitag veröffentlicht. Wie ist es entstanden, wir war eure Herangehensweise?

Roli Häusler: Wir haben über die letzten 2 Jahre Song-Ideen gesammelt und kontinuierlich weitergeschrieben. Anfangs 2014, als die Planung für das neue Album losging, haben wir uns hingesetzt und aus dem Fundus von Songs die besten rausgesucht und finalisiert. Im Sommer haben dann die Studioarbeiten angefangen. Wir produzierten das Album dieses Mal komplett selbst – Aufnahme sowie Mix.


Welche Aspekte sind dir generell wichtig wenn du Musik produzierst?
 

Roli Häusler: Musik muss mich berühren, auf welche Weise auch immer. Das ist für mich die oberste Priorität. Danach kommt der ganze Rest wie Arrangement, Sounddesign etc.

Wie erlebst du die Alternativ/Rock/Indie - Szene in der Schweiz?

Roli Häusler: Sie wächst und wächst. Es gibt immer mehr wirklich gute Bands.

Wie siehst du als Künstler Veränderungen im Musik-Business wie zum Beispiel Streaming oder auch Veröffentlichungen ohne physischen Datenträger?

Roli Häusler: Ich finde Streaming eigentlich sehr angenehm, wenn es darum geht, neue Musik zu entdecken, finde mich aber schwer damit ab, nur noch digital zu veröffentlichen. Ich habe gerne etwas in der Hand, eine CD, das Booklet dazu oder Vinyl. Durch das Streamen wird halt die Aufmerksamkeit auf den Künstler extrem verkürzt, weil man sich nur noch einen Song anhört und am nächsten Tag schon wieder etwas anderes. Musik ist dadurch viel kurzlebiger geworden. Und die Vergütung, die dem Künstler für das Streaming zufliesst, ist absolut minimal.

Und zum Schluss dies...

Pearl Jam oder Nirvana?
Pearl Jam
Tame Impala oder Foo Fighters?
Foo Fighters
Open Air - oder Club-Gig?
Open Air im Sommer, Clubs im Winter
Youtube oder Soundcloud?
Techno oder Rap?
Von allem nur minimale Dosen


Tipp: Live am 24.9. im Exil in Zürich und am 25.9. in der Galvanik Zug.


1 Kommentar:

  1. lieber roli. es gibt doch gar keine szene. es gibt einfach 20'000 bands in der schweiz, die alle so tun, als seien sie alleine, nicht! lg steff

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