Ein Foto von ihr gibt es nicht. Ihre Strassenkunst lebt von der Öffentlichkeit, sie selber möchte aber anonym sein. Diese tolle Künstlerin war ursprünglich in Berlin aktiv und lebt heute vermutlich in Heidelberg. Vielmehr weiss man nicht. Muss man auch nicht. Ihre Botschaften sprechen für sich. Sie gestaltet und kommentiert Verbot - und Hinweisschilder. Sie sprayt nicht, sie klebt. Ein zu strenge Botschaft auf einem Schild? Barbara kontert pointiert.
Donnerstag, 23. Juli 2015
Barbara
Ein Foto von ihr gibt es nicht. Ihre Strassenkunst lebt von der Öffentlichkeit, sie selber möchte aber anonym sein. Diese tolle Künstlerin war ursprünglich in Berlin aktiv und lebt heute vermutlich in Heidelberg. Vielmehr weiss man nicht. Muss man auch nicht. Ihre Botschaften sprechen für sich. Sie gestaltet und kommentiert Verbot - und Hinweisschilder. Sie sprayt nicht, sie klebt. Ein zu strenge Botschaft auf einem Schild? Barbara kontert pointiert.
Dienstag, 21. Juli 2015
FKA TWIGS Live Glastonbury 2015
Tahliah Barnet bewegt sich geschickt zwischen Freiheit, Verletzlichkeit und Abhänigkeit. Ob das dann Future R'n'B, Alt R'n'B oder sonst irgendwas ist, ist letzlich egal. Inspirierend ist das allemal. Wolfsgeheule oder surrende Mücken als tragende Elemente für den Klangteppich. Manchmal absichtsvoll verstörrend aber immer interessant mit Referenzen an Björk oder auch Aaliyah.
Hier gibt es das ganze Konzert von ihr vom diesjährigen Glastonbury-Festival zu hören.
Montag, 20. Juli 2015
Bio oder Böse?
Ein gutes Gefühl: Wir gönnen uns Bio-Produkte. Mögen diese doch der Umwelt und der Menschheit zuträglich sein. Macht uns der Kauf von Bio-Produkten zu besseren Menschen? Handeln wir dabei aus moralischen Grundsätzen heraus? Früher waren kleine Bio-Läden vorallem eines: Haltung von Anti-Konsum. Heute boomen ganze Firmen-Ketten damit. Spannen wir den Faden noch etwas weiter dann stellen wir fest, dass der Trend weiter von Bio zu Regionalität über geht. Der Grundgedanke hier geht von Missmut gegenüber der Globalisierung aus. Müssen Bio-Produkte im deutschsprachigen Raum aus osteuropäischen Ländern herangekarrt werden? Weil sie dort einfach billiger produziert werden können? Und: Wer kontrolliert dort, dass es effektiv sinngemäss produziert wird? Hier kann der Kunde dies bei lokalen Produkten wohl besser nachvollziehen. Was die Tierhaltung angeht, hat Bio sicher klare Vorteile. Artgerechte Haltung ist sehr positiv und in jedem Fall (auch nicht-Bio) absolut wünschenswert. Ja, ist es denn ethisch noch vertretbar Produkte wie zum Beispiel Eier oder Fleisch aus Massenhaltung zu kaufen? Ist das böse und unverantwortlich? Essen ist kompliziert geworden. Nicht vergessen dürfen wir dabei auch das Preis-Niveau. Nicht jede durchschnittliche 4-köpfige Familie kann sich ausschliesslich Bio-Produkte leisten. Bio steht einerseits für biologischen und nachhaltigen Anbau sowie für eine höhere Produktequalität. Auf der anderen Seite sind damit auch Probleme wie Etikettenschwindel und Hochpreisigkeit verbunden. Bei der Moralisierung des Essen steht viel auf dem Spiel: Unsere Identität. Die Verbraucher wollen generell wissen, wo ihre Lebensmittel herkommen. Das ist gut so. Ernährung wird aber auch immer stärker von Wissenschaft und Technik geprägt. Jedoch können auch konventionelle Lebensmittel qualitativ gut sein. Ob Bio oder nicht: Wichtig ist, dass wir einen gesunden und umweltsbewussten Lebenmittelkonsum an den Tag legen.
Freitag, 17. Juli 2015
Weekend-Walkman
3 Tracks für das Wochenende. Tanzen, grillieren und chillen.
Der Grossmeister auf Funky-Tech.
Wizkid - Ojuelegba (Remix) feat. Drake & Skepta
Reggae mit Drizzy und dem Boy Better Know.
Father Dude - Bring us Back
Ein Hit ist ein Hit ist ein Hit.
Wizkid - Ojuelegba (Remix) feat. Drake & Skepta
Reggae mit Drizzy und dem Boy Better Know.
Father Dude - Bring us Back
Ein Hit ist ein Hit ist ein Hit.
Mittwoch, 15. Juli 2015
Zwischen zwei Welten
Gregory Porter ist zusammen mit Kamasi Washington einer der Shooting-Stars in der Jazz-Szene. Sein letztes Album "Liquid Spirt" wurde mit einem Grammy ausgezeichnet. Seine Stimme klingt alt und cool. Man hört ihr viel Lebenserfahrung an. Nachzuhören auch auf zwei elektronischen Werken. Einmal mit dem klassischen Sound von Disclosure auf "Holding On"und einmal mit dem Mann mit der goldenen Maske namens Claptone. Auf "Liquid Spirit"ist die Mischung aus House und Jazz simpel wie effektiv. Treibende und gelungene Grooves.
Dienstag, 14. Juli 2015
Montag, 13. Juli 2015
Befreiung der Geschlechter
Unisex-Schnitte: Männer und Frauen die das Gleiche tragen, aktuell zum Beispiel Skinny Jeans, Sneakers und ein T-Shirt? Frauen mit viel Muskeln? Auf den Laufstegen wird noch eine Schippe draufgelegt: Männer in Strickbodies, Männer mit Hemden mit langen Ausschnitten. In Farben wie türkis, rot oder pink. Da schreit mancher: Alarm! Die normative Einteilung der Geschlechter hat sich in der Gesellschaft verändert. Der androgyne Look ist zwar nicht ein neuzeitliches Phänomen. Den Look gab es auch in anderen Jahrzehnten bereits. Erstmal notiert in den 20er Jahren und dann auch wieder aufgenommen von der Schauspielerin Marlene Dietrich in den 60er. Später dann auch von David Bowie oder Annie Lennox. Lineare Schnitte und gedeckte Farben. Trotzdem hat sich aktuell das Bewusstsein und Empfinden dazu geändert. Ist dies einfach die logische Konsequenz nach der Aera "Metrosexualität"? Wann ist ein Mann ein Mann? Wann ist eine Frau eine Frau? Ist Männlichkeit bzw. Weiblichkeit ein Auslaufmodell? Beide Seite nähern sich auf jeden Fall an. Androgyne Modestile sind wohl auch ein Zeichen von Gleichberechtigung. Und von Unabhängigkeit weil man sich von einer klaren Zuordung befreien kann. Wenn man denn will oder den Mut dazu hat. In urbanen Gegenden sind dabei traditionelle, geschlechtliche Werte wie Leistung, Härte, Konkurrenz oder Weichheit nicht immer klassisch sicht- und wertbar. Vom Trend können eigentlich beide Seiten profitieren: Männer dürfen modetechnisch mutiger werden und Frauen müssen nicht immer nur zwangsläufig sexy sein. Frauen mit Sneakers statt High Heels. Männer im Oversized-Look mit langen Shirts. Trend bzw. Gefallen hin oder her: Vielmehr ist es doch positiv das festgefahrene Gewohnheiten infrage gestellt werden können.
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