Montag, 13. Juli 2015
Befreiung der Geschlechter
Unisex-Schnitte: Männer und Frauen die das Gleiche tragen, aktuell zum Beispiel Skinny Jeans, Sneakers und ein T-Shirt? Frauen mit viel Muskeln? Auf den Laufstegen wird noch eine Schippe draufgelegt: Männer in Strickbodies, Männer mit Hemden mit langen Ausschnitten. In Farben wie türkis, rot oder pink. Da schreit mancher: Alarm! Die normative Einteilung der Geschlechter hat sich in der Gesellschaft verändert. Der androgyne Look ist zwar nicht ein neuzeitliches Phänomen. Den Look gab es auch in anderen Jahrzehnten bereits. Erstmal notiert in den 20er Jahren und dann auch wieder aufgenommen von der Schauspielerin Marlene Dietrich in den 60er. Später dann auch von David Bowie oder Annie Lennox. Lineare Schnitte und gedeckte Farben. Trotzdem hat sich aktuell das Bewusstsein und Empfinden dazu geändert. Ist dies einfach die logische Konsequenz nach der Aera "Metrosexualität"? Wann ist ein Mann ein Mann? Wann ist eine Frau eine Frau? Ist Männlichkeit bzw. Weiblichkeit ein Auslaufmodell? Beide Seite nähern sich auf jeden Fall an. Androgyne Modestile sind wohl auch ein Zeichen von Gleichberechtigung. Und von Unabhängigkeit weil man sich von einer klaren Zuordung befreien kann. Wenn man denn will oder den Mut dazu hat. In urbanen Gegenden sind dabei traditionelle, geschlechtliche Werte wie Leistung, Härte, Konkurrenz oder Weichheit nicht immer klassisch sicht- und wertbar. Vom Trend können eigentlich beide Seiten profitieren: Männer dürfen modetechnisch mutiger werden und Frauen müssen nicht immer nur zwangsläufig sexy sein. Frauen mit Sneakers statt High Heels. Männer im Oversized-Look mit langen Shirts. Trend bzw. Gefallen hin oder her: Vielmehr ist es doch positiv das festgefahrene Gewohnheiten infrage gestellt werden können.
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