Mittwoch, 1. April 2015

Nachhaltigkeit in der Modebranche



Billige Mode boomt. Die üblichen verdächtigen Ketten machen sie schnell verfügbar und bieten sie sehr kostengünstig an. Immer im Trend und schön runterkopiert von den grossen Fashion-Labels. Und vorallem: Sozial akzeptiert in den meisten Kreisen. Die Kundenbedürnisse richten sich oft nach Preis und dem Wunsch nach bezahlbarer Abwechslung. Die Zyklen der Trends sind dabei teilweise auch kürzer geworden. Die Unternehmen müssen näher am Absatzmarkt produzieren. 

Kaufen wir so zuviel ein? Dinge, die wir gar nicht brauchen und flugs im Schrank landen und bleiben? Aber weil wir es und eben leisten können? Ein T-Shirt kostet soviel wie ein Latte Macchiato bei Starbucks. Das ruft die Kritiker auf den Plan. Hauptvorwurf: Ethisch unkorrekt produziert. Zudem nicht nachhaltig und nur margenoptimiertes Denken der Konzerne. Obendrauf sogar noch umweltschädlich. Aus diesen Gründen gilt es dann weniger und vorallem bewusster einzukaufen. Ja sind denn teure Stücke, zum Beispiel punkto Ethik, korrekter? Böse Zungen behaupten, dass diese in denselben Fabriken hergestellt werden. Mit dem gleichen niedrigen Lohn. Oft ist dies für den Konsumenten in der Lieferkette gar nicht mehr ersichtlich. Früher wurde mehr Wert auf Qualität und Komfort eines Kleidungsstückes gelegt. Die Designer der High Fashion – Labels achten heutzutage extrem darauf ihre Entwürfe solange wie möglich von den Räubern der Fast Fashion zu schützen. Die Premiumanbieter sind da immernoch in der Vorreiterrolle bezüglich neuen Impulsen. Die Ketten im unteren und mittleren Preissegment setzen, bezüglich Wahrnehmung der Käufer, vermehrt auf angesagte Models, berühmte Fotografen oder Kooperationen mit namhaften Desigern.

Letztendlich muss jeder für sich selber entscheiden. Natürlich gibt es eine unterschiedliche Kaufkraft unter den Konsumenten. Trotzdem ist weniger vermutlich mehr. Lieber bewusster einkaufen und in schönere Stücke investieren. Kreative Designer sollten belohnt werden. Oder geht der Trend der Zukunft sowieso Richtung Slow Fashion wo der Konsument auf Nachhaltigkeit achtet? Wir sollten auf jeden Fall unser Einkaufsverhalten reflektieren und Wertschätzung für das Produkt „Mode“ haben.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen