Dienstag, 9. Juni 2015

Illusion und Strassentanz

Der ewige Kampf zwischen Gut und Böse. Eingebettet in eine Welt voller Licht und Finsternis. Die Rollen sind bei "Red Bull Flying Illusion" klar verteilt: Die "Flying Heroes" gegen die "Dark Illusions". Die Legende besagt, dass die guten Flying Heroes einst die Bösen in die Unterwelt verbannten. Alle 10'000 Jahre öffnet sich aber die Tür und die Verbannten wollen Rache nehmen.
Tänzerisch gesehen bietet die Show eine enorme Wucht. Mehr geht eigentlich aktuell gar nicht mehr. Power-Moves, Locking und Popping mit unheimlich viel Dramaturgie inszeniert. Die 11 Tänzer, darunter der Schweizer Benny Kimoto, beherrschen alle Facetten von Breakdance und HipHop und gehören zu den besten der Welt. Unterstützt wurden diese vom Illusionist Florian Zimmer, der sein Handwerk in Las Vegas bei Siegfried & Roy gelernt hat. Auch musikalisch ist die Show sehr gut umgesetzt. Elektronisch erzeugte HipHop-Beats vermischt mit Aufnahmen von einem Symphonie-Orchester stellen die Basis für dieses akrobatische Spektakel. Die Berliner Musik-Produzenten Vivan und Ketan Bhutti haben hier ausgezeichnete Arbeit geleistet. Für das Optische waren unter anderem Leute verantwortlich, die bereits Shows von Boys Noize, Paul Kalkbrenner oder Moderat gehostet haben. Red Bull hat es verstanden auf den Ebenen Tanz, Musik, Bühnenbild und Visuals ein gut funktionierendes Team zusammenzustellen. Nicht immer war klar, was Realität und was Illusion ist. B-Boying wurde eindrucksvoll als Kunstform dargestellt.

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